Wir fordern eine zweite Jugendwerkstatt am neuen Schulcampus Kölner Straße

In unserem aktuellen Antrag geht es darum zu prüfen, ob am entstehenden Schulcampus an der Kölner Straße ein zweiter Standort einer Jugendwerkstatteingerichtet werden kann. Wir sehen darin eine große Chance, den neuen Bildungsstandort sozialpädagogisch zu stärken und Jugendlichen im gesamten Stadtgebiet bessere Perspektiven zu eröffnen.

Ein Campus, der wachsen und wirken soll

Der neue Schulstandort an der Kölner Straße wird nach der ersten Teilsanierung zunächst als Grundschule starten. Da das Gebäudeensemble in den kommenden Jahren schrittweise weiterentwickelt wird, bietet sich aus unserer Sicht die Möglichkeit, den Campus frühzeitig mit innovativen und sozial wirksamen Projekten zu beleben.

Erfolgsmodell Jugendwerkstatt Quellberg

Ein solches Projekt ist die Einrichtung einer zweiten Jugendwerkstatt – nach dem erfolgreichen Vorbild der Jugendwerkstatt am Quellberg. Diese ist seit Jahren stark nachgefragt und erfüllt eine wichtige Funktion für Jugendliche, die die Schule mit schlechten Noten oder ohne Abschluss verlassen haben.

In enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit werden dort Übergänge in Ausbildung, Beschäftigung, Qualifizierung oder weiterführende Bildungsgänge vorbereitet. Die Nachfrage übersteigt jedoch deutlich die vorhandenen Kapazitäten: Zuletzt standen 50 Bewerbungen lediglich 32 Plätzen gegenüber. Jedes Jahr schließen 27 bis 28 Jugendliche das Qualifizierungsangebot erfolgreich ab.

Christa Siemsen, unsere sozialpolitische Sprecherin, bringt es auf den Punkt:
„Die Jugendwerkstatt Quellberg zeigt eindrucksvoll, wie wertvoll dieses Angebot für junge Menschen in schwierigen Lebenslagen ist. Es ist höchste Zeit, die Kapazitäten zu erweitern und das Angebot besser im Stadtgebiet zu verteilen.“

Warum ein zweiter Standort am Campus sinnvoll ist

Ein zusätzlicher Standort am Schulcampus Kölner Straße könnte aus unserer Sicht gleich mehrere positive Effekte entfalten:

  • Erweiterung des bestehenden Angebots und bessere Erreichbarkeit im Stadtgebiet
  • Anpassung der Inhalte an aktuelle Anforderungen des Arbeitsmarktes
  • Stärkung des Campus als sozialen Begegnungsort
  • Synergien mit der Grundschule, dem Quartier und weiteren Bildungs- und Freizeitangeboten
  • Impuls für die Weiterentwicklung des gesamten Standortes
  • Neue Perspektiven für Jugendliche im direkten Umfeld

Ein Campus der Chancen

Unser Ziel ist klar: Der neue Campus soll nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein Ort der Chancen werden.

Christa Siemsen, Vorsitzende des Ausschusses für soziale Gerechtigkeit und Demografie, betont:
„Ein zweiter Standort einer Jugendwerkstatt wäre ein starkes Signal für eine sozial gerechte und zukunftsorientierte Stadtentwicklung.“

Weitere Informationen:
Hier geht es zu unserem Antrag

Porträt: Lotte Ostermann