Der Arbeitskreis Umwelt der Grünen setzt sich für einen Pop-up-Garten nach dem Abriss ein
Wir legen zum Thema Pop-up-Grünflächen direkt nach: Die aktuelle Berichterstattung der RZ über die Baulücke „Holzmarkt 8“ nimmt der Arbeitskreis Umwelt des Ortsverbandes zum Anlass, für diese Fläche einen Vorschlag zur Zwischennutzung zu machen.
Maya Sommer, umweltpolitische Sprecherin der Grünen: „Wir wissen noch nicht, wann für die Fläche ein dauerhaftes Baukonzept vorliegen, geschweige denn umgesetzt werden wird. Für diese Zeit bietet sich die Chance, den Besucher*innen unserer Altstadt eine kleine durchquerbare Grün-Oase mit schattigen Sitzmöglichkeiten und Pflanzkübeln im Herzen unserer Stadt anzubieten.“
Hierzu hatte die Fraktion auch bereits im Dezember 2024 einen Antrag zur Schaffung einer zeitweiligen Grünfläche am Holzmarkt 8 (DS 0720/2024) in den Stadtrat eingebracht, an den sie nun erinnert.
Erst kürzlich besichtigten die Mitglieder um Ratsfrau Maya Sommer die Pop-up-Grünfläche „Paradiesgarten“ neben der Reinoldikirche in Dortmund (s. RZ-Bericht vom 10.08.). Nun schlagen sie für die stadteigene Fläche der Parzelle Holzmarkt 8 eine ähnliche Nutzung als öffentliche Grünanlage zumindest bis zur Realisierung einer Bebauung vor. Denn nach Meinung der Arbeitskreis-Mitglieder wäre es schade, wenn die immerhin knapp 400 qm große Fläche stattdessen auf unabsehbare Zeit hinter einer Scheinfassade ungenutzt verschwinden würde.
„Alle reden von der Suche nach Möglichkeiten, unsere Innenstadt kühler und attraktiver zu machen. Hier bietet sich auf stadteigenem Gelände eine gute Möglichkeit, dies zumindest für einige Zeit umzusetzen. Erfahrungen aus Dortmund und anderen Städten zeigen, dass eine Begrünung auf Zeit mit recht geringem Aufwand geschaffen werden kann. Und das eingebrachte Material findet im Nachgang sicherlich an anderer Stelle in der Stadt Verwendung“, ergänzt Sommer.
Einen Widerspruch zum Denkmalschutz sieht der Arbeitskreis nicht: Denn eine transparente, durchschreitbare Konstruktion könne sogar als Eingang fungieren. Deshalb fragen sich die Grünen: „Worauf warten?“ und drängen auf ein entsprechendes Konzept der Stadt und dessen Umsetzung nach Abschluss der erforderlichen Sicherungsarbeiten.