Die beiden Fahrradquartiersgaragen in der Nordstadt, Börster Weg/Tellstraße sowie Nordstraße, sind kaum eingeweiht und schon ausgebucht. Es gibt lange Wartelisten. Deshalb legt die Grüne Fraktion im Stadtrat nach und beantragt die Prüfung und Errichtung weiterer Fahrradquartiersgaragen.
„Unsere Idee ist bei den Bürger*innen sehr gut angekommen“, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzender Volker Schäper-Beckenbach. Während der Regierungszeit hatte die Fraktion ihren Anteil der Gelder aus der sogenannten freien Spitze im Haushalt aufgewendet, um Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder in den Wohnquartieren zu ermöglichen.

Die Fahrradquartiersgarage in der Nordstraße kann ab sofort genutzt werden.
Aufnahme: Kim Hüsing
„Immer mehr Menschen fahren täglich Fahrrad – das ist wunderbar und ganz im Sinne der Mobilitätswende“, so Schäper-Beckenbach. Nun braucht es weitere Möglichkeiten, Fahrräder wettergeschützt und sicher unterzustellen. Denn nicht überall ist Platz, um die Räder im eigenen Keller oder der Garage zu parken. Das Schleppen der zum Teil schweren Fahrräder über Treppen entfällt, wenn sie in einer ebenerdigen Quartiersgarage untergebracht werden. So werden die täglichen Fahrten attraktiver, und die Belastungen durch den Autoverkehr in der Stadt nehmen weiter ab.
Da E-Bikes und Lastenräder immer beliebter werden, sollen auch die neuen Standorte für Quartiersgaragen mit einem Stromanschluss zum Laden ausgestattet werden. Für die Lastenräder muss bei der Planung zudem berücksichtigt werden, dass sie beim Abstellen mehr Platz benötigen als andere Fahrräder.

In der Fahrradquartiersgarage am Börster Weg/Tellstraße haben sechs Fahrräder oder E-Bikes Platz.
Aufnahme: Kim Hüsing
Vor wenigen Wochen hat das Bundesumweltministerium eine Förderung für Maßnahmen zur klimaneutralen Mobilität aufgelegt. Die Errichtung von neuen Radabstellanlagen und Fahrradparkhäusern wird zu 50 Prozent finanziert. Förderfähig sind außerdem Überdachungen mit Beleuchtung und Netzanschluss sowie PV-Anlagen mit Stromspeicher für die Anlagentechnik.
„Hiervon sollten auch wir in Recklinghausen profitieren. Wir möchten die Bürger*innen beim Umstieg aufs Fahrrad unterstützen – nur so gelingt uns gemeinsam die Mobilitätswende“, sagt Schäper-Beckenbach. (kim)
Den Antrag findet ihr hier.