Am ersten Tag der Sommerferien, 20. Juli 2026, wurde der Bike- und Skatepark Alte Zeche in Hochlarmark aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Betroffen war unter anderem ein ausgebuchter BMX-Kurs des städtischen Ferientreffs, für den Eltern 30 Euro pro Kind gezahlt hatten. Nach Angaben der Stadt war der Zustand der betroffenen Rampe seit Längerem bekannt, die Entscheidung zur vollständigen Erneuerung fiel bereits im Frühjahr 2026, die Umsetzung ist für September 2026 vorgesehen.
„Die Sperrung selbst kritisieren wir ausdrücklich nicht. Wenn ein Gutachten zu dem Ergebnis kommt, dass eine Anlage nicht mehr sicher ist, gehört sie gesperrt – sofort und ohne Diskussion. Unser Kritikpunkt ist ein anderer: Die Stadt hat ein kostenpflichtiges Ferienangebot auf einer Fläche geplant und verkauft, deren Mängel ihr nach eigener Aussage seit Monaten bekannt waren“, so Thorben Terwort, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion.
Aus Sicht der Grünen Ratsfraktion muss die Stadt daher zunächst von sich aus auf die betroffenen Familien zugehen: Eltern haben für ein konkretes Angebot an einem konkreten Ort bezahlt, wo dieses Angebot so nicht stattfinden konnte, also braucht es ein aktives Erstattungs- oder Kulanzangebot, ohne dass Eltern erst darum bitten müssen.
Darüber hinaus fordert die Fraktion einen verbindlichen Abgleich zwischen den bekannten Mängeln an städtischen Sport- und Spielflächen und den dort geplanten Ferienangeboten – und zwar bevor das Ferienprogramm veröffentlicht und gebucht wird. Und schließlich müssen Eltern, Vereine und Kursleitungen frühzeitig und transparent informiert werden, statt am ersten Ferientag vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.