Wohnungslosenbericht soll präziser werden

Als Grüne Fraktion im Recklinghäuser Stadtrat setzen wir uns konsequent für den Schutz von Minderheiten und besonders verletzlichen Gruppen ein. Dazu gehört auch, dass wir die Situation wohnungsloser Menschen in unserer Stadt genau im Blick behalten. Mit unserem aktuellen Antrag zur Ratssitzung am 9. März 2026 fordern wir deshalb, den jährlichen Wohnungslosenbericht deutlich zu präzisieren.

Unser Ziel: eine verlässliche Datengrundlage, die zeigt, ob die bestehenden Hilfsangebote ausreichen – und wo nachgesteuert werden muss.

Was wir fordern

Der Jahresbericht soll künftig folgende Kennzahlen enthalten:

  • Anzahl der verfügbaren Schlafplätze in Übernachtungsangeboten
  • Höchstzahl der täglich ausgegebenen Mahlzeiten in der Vergangenheit
  • Maximal mögliche Kapazität an täglichen Mahlzeiten
  • Ausstattung der Tagesstätte (Sitzplätze, Waschmaschinen, Trockner, Schließfächer, Duschmöglichkeiten)

Diese Angaben sind entscheidend, um die tatsächlichen Bedingungen für wohnungslose Menschen realistisch einschätzen zu können.

„Wir brauchen Transparenz, um niemanden zurückzulassen“

Unsere sozialpolitische Sprecherin und Vorsitzende des Ausschusses für soziale Gerechtigkeit und Demografie, Christa Siemsen, macht deutlich:

„Wer Wohnungslosigkeit wirksam bekämpfen will, braucht eine klare Datengrundlage. Nur wenn wir wissen, wie viele Schlafplätze, Mahlzeiten und Hygienemöglichkeiten tatsächlich zur Verfügung stehen, können wir beurteilen, ob die Stadt ihrer Verantwortung gerecht wird. Transparenz ist der erste Schritt, um sicherzustellen, dass niemand durch das Raster fällt.“

Anknüpfung an frühere Initiativen – mit neuem Fokus

Bereits in der vergangenen Ratsperiode haben wir mit unserem 10-Punkte-Plan wichtige Impulse für die Wohnungslosenhilfe gesetzt. Heute – in unserer Rolle als Oppositionsfraktion – achten wir noch stärker darauf, dass die Bedarfe marginalisierter Gruppen nicht aus dem Blick geraten.

Minderheitenschutz bleibt unser Leitmotiv

Wohnungslosigkeit ist eine der sichtbarsten Formen sozialer Ausgrenzung. Deshalb ist es für uns zentral, dass Hilfsangebote nicht nur qualitativ gut sind, sondern auch quantitativ ausreichend.

Wir bleiben dran – für eine Stadt, die niemanden zurücklässt.

Weitere Informationen:
Antrag Maßnahmenpaket zur Wohnungslosenhilfe
Bericht Maßnahmenpaket zur Wohnungslosenhilfe
Antrag Jahresbericht Wohnungslosigkeit